Presse über Faces of Moms*

Global Digital Women

KLISCHEE ADÉ: NICOLE NOLLER UND NATALIE STANCZAK VON „FACES OF MOMS*“ ÜBER MÜTTER UND DAS, WAS SIE WIRKLICH BRAUCHEN

Renk Magazin

12.Mai.2021 Veröffentlichung auf dem Instagramkanal des Renkmagazins

Echte Mamas

FACES OF MOMS* ZUM MUTTERTAG: „DANKE FÜR DIE BLUMEN“

Von Laura Dieckmann, 08. Mai 2021

Familie.de

 Von Micky Moses am 02.05.2021 

Nicole Noller und Natalie Stanczak haben im April 2020, mit dem ersten Lockdown die Plattform 'Faces of Moms*' gegründet. Warum? Wegen ihres eigenen daily struggle, Kinder, Haushalt, Arbeit, Partnerschaft – und ja auch irgendwie sich selbst – unter einen Hut zu bekommen. Kommt uns bekannt vor, oder?! Wir haben die beiden gefragt, welche 10 Dinge sie in über einem Jahr 'Faces of Moms*' über Rollenbildern, Care-Arbeit und Gleichberechtigung gelernt haben. 

 

Hallo Ludwigsburg!

 
Veröffentlichung: 29.04.2021
Autorin: Tabea Lerch
Bilder: Natalie Stanczak 

Sagen, was Sache ist: So gehts uns Müttern

Das fragten sich Nicole Noller, Eventmanagerin, und Natalie Stanczak, Soziologin und Fotografin, im April 2020. Damals, vor gut einem Jahr, wurden im ersten Corona-Lockdown Kitas, Schulen, Spielplätze und öffentliche Einrichtungen geschlossen. Es waren überwiegend Mütter, die neben ihrem Job die zusätzliche Care-Arbeit übernahmen. 




Die Welt - Iconist

„Mein Mann hat mir angeboten, zu Hause zu bleiben“

 

Veröffentlicht am 31.03.2021 | Lesedauer: 8 Minuten

Von Nicole Noller, Natalie Stanczak 

Sie arbeitete Vollzeit, wollte nicht nur Mutter sein. Doch mit der Geburt ihrer Tochter änderte sich für die junge Muslima Thea Thaş alles. Ein Interview über Elternschaft, eigene und fremde Ansprüche und den vermeintlichen Widerspruch zwischen Islam und Feminismus. 

Frau und Beruf No. 33

 

1.           Wie seid ihr auf die Idee zu Faces of Moms gekommen?

 

Das war eine Aneinanderreihung verschiedener Momente. Da Natalie als Soziologin sich beruflich viel mit sozialer Ungleichheit auseinandersetzt, war hier schon immer ein thematischer Fokus. Durch die eigenen Kinder kamen dann Schwerpunkte, wie Mutterschaft, die Rollenerwartungen, die gegenüber Müttern in unserer Gesellschaft herrschen als weitere Themen hinzu. 

Im Zuge der Pandemie und des Lockdowns kam dann auf, was wir schon immer spürten: Wie sehr unsere Gesellschaft in dieser alten, tradierten Mutterrolle gefangen ist. Auch unser Umfeld fing an das Thema immer bewusster zu diskutieren, da es auch gesellschaftlich sowie auch politisch immer relevanter wurde. Da wollten wir nicht länger warten, telefonierten zwei Tage in Dauerschleife, erstellten ein Konzept und gingen innerhalb eines Wochenendes auf Instagram live. Es war klar, dass wir genau jetzt damit raus mussten.

 

2.           Was wollt ihr mit dem Format bewirken?

Wir verfolgen ganz klar zwei Ziele: Wir stehen ein für die Sensibilisierung von Care-Arbeit und struktureller Ungleichheit von Müttern* in unserer Gesellschaft. Und zum anderen möchten wir eine laute Community schaffen, ein „Wir sind nicht allein“- Gefühl schaffen, dass Müttern erlaubt auch mal negativ von Mutterschaft zu sprechen ohne dafür verurteilt zu werden. Wir wollen Aufzeigen, dass es verschiedene Mütter* und Mutter*bilder gibt, um diese veralteten Rollenerwartungen, die an das gesellschaftliche Mutter*bild geknüpft sind, zu rütteln und mit neuen Inhalten zu füllen. Unserer Meinung nach gibt es die perfekte, heilige Mutter nicht und das ist auch gut so! Denn die Bandbreite in der Mütter* einfach toll sind, ist so groß!

 

3.           Wie geht es euch persönlich zwischen Familie und Beruf?

Wir beide versuchen in unserer Partnerschaft gleichberechtigt zu leben. Die Frage ist ja, ob gleichberechtigte Elternschaft per se überhaupt möglich ist. Eine 50/50 Aufgabenteilung meinen wir beide dabei nicht. Es geht eher um einen fairen Deal zwischen den Eltern, der sich für beide gut anfühlen muss. Und das gelingt uns – ehrlich gesagt – nicht immer. Natalies Mann kocht jeden Tag, kümmert sich um den Einkauf und übernimmt genauso wie sie Aufgaben im Haushalt. Nicoles Mann und sie bringen die Kinder abwechselnd in den Kindergarten, die Abendroutine und ins Bett bringen werden hier fair geteilt. Eine Aufteilung im Haushalt klappt bei ihr mal mehr, mal weniger. Und natürlich übernehmen unsere Männer auch Verantwortung für die Kinder, wenn sie zuhause sind.

 

Jedoch ist die Erwerbsarbeit bei uns beiden klassisch verteilt. Unsere Männer gehen beide Vollzeit arbeiten und wir sind hauptsächlich für die Care-Arbeit zuständig. In den ersten Jahren war das auch vollkommen okay für uns, jetzt versuchen wir uns aber neu zu strukturieren und auch die Kinderbetreuung besser zu verteilen, damit wir auch in unseren Jobs wieder mehr Präsenz zeigen können.

Es ist ein ständiges Diskutieren und Ausdifferenzieren, das kann schon auch mal anstrengend sein, aber es lohnt sich. Es ist wichtig für uns, dass alle abgeholt werden, jede Meinung und jeder Wunsch ein Gehör findet und man zusammen austüftelt, wie es als Familie gelingen kann, „gleichberechtigter“ zu leben.

 

In Bezug auf „Mental Load“ gibt es aber dennoch optimierungsbedarf. Arztbesuche, Kindergarten-Elternabende, Geburtstage, Kinderklamotten, Ballettstunden und Terminkoordination, etc.... – das sind alles Themen auf unseren Listen, die für ein Grundrauschen sorgen und die definitiv noch besser aufgeteilt werden könnten.

 

4.           Euer Projekt wird es auch als Buch geben. Was steckt hinter dieser Idee?

Wir erleben, dass es viele verschiedene Modelle und Wege des Mutter*seins gibt und genau diese möchten wir – für eine breite Masse – sichtbar machen. Zum einen wollen wir Müttern* – und allen Personen, die sich als Frauen* mit Kindern verstehen – auf Instagram, unserem medialen Zuhause, einen Raum schenken, in dem sie von sich erzählen können, gehört werden und sich auch als Gemeinschaft begreifen. Und damit auch für gesellschaftliche Anerkennung und fehlende Unterstützung einstehen. Mütter* nicht nur in ihren schönen Momenten zeigen, sondern auch mit ihren Problemen, Ängsten und Herausforderungen und all ihren ambivalenten Gefühlen. Und genau das versuchen wir mit unserem Buch nochmals intensiver herauszuarbeiten. Die Mütter, die hier interviewt werden, reden nochmal persönlicher und intensiver über ihre Themen. Und damit wollen wir in erster Linie auch außerhalb unserer Instagram-Bubble sensibilisieren. Wir möchten mit diesem Buch gesellschaftliche Erwartungen an das Mutter*sein aufbrechen und an ein neues Bewusstsein für Frauen*, Mütter* und Familien appellieren. (Januar 2021, „Bis eine*r weint.“, Palomaa Publishing).

 

5.           Warum ist die Vereinbarkeit von Familie und Beruf auch 2020 noch so schwer?

 

Obwohl immer mehr Frauen erwerbstätig sind und das klassische Ernährermodell immer mehr in den Hintergrund gerät, ruht sich unsere Gesellschaft immer noch auf traditionellen Familienmodellen und kulturell verankerten Rollenbildern aus. Gleichberechtigte Elternschaft ist immer noch keine Normalität. „In vielen Familien ist nach der Geburt eines Kindes sogar eine Retraditionalisierung der Geschlechterrollen zu beobachten.“ (Quelle: https://www.bpb.de/politik/innenpolitik/arbeitsmarktpolitik/187837/vereinbarkeit-von-familie-und-beruf). Obwohl Familienplanung und die Wahl des Lebensmodells erstmal rein individuell erscheint, ist es von hoher politischer Brisanz. Solange politische Entscheidungen, wie das Ehegattensplitting oder die beitragsfreie Mitversicherung in der Krankenkasse existieren, ist eine weitere Erwerbsbeschäftigung der Frau*, die meist auch noch weniger verdient, nicht lohnenswert. 

Auch in Unternehmen wirkt diese Sichtweise. Solange Frauen* in Bewerbungsgesprächen (unkorrekter Weise) immer noch die Frage gestellt wird, ob sie Kinder bekommen möchten, ob die Betreuung geregelt ist oder ob noch ein weiteres Kind in Planung ist, können wir uns hier die Finger wund tippen. Mutter*schaft muss endlich als Ressource begriffen werden! Nur dann kann wirkliche Vereinbarkeit von Beruf und Familie gelebt werden.

Darüber hinaus gibt es auch zu wenige Möglichkeiten für Frauen* und Mütter* in relevanten Führungspositionen zu sein, um genau das auch vorzuleben. Wenn Frauen* und Mütter* auf politischer Ebene und in der Arbeitswelt besser repräsentiert wären, müssten dort Arbeitszeiten und -modelle auf die Bedarfe von eben diesen zugeschnitten werden und das würde sich in Betrieben auf die Arbeitnehmer*innen übertragen. Wir müssen weg von dem männlichen Karriereideal: nur Präsens und 40-Stunden bedeutet auch wirklich zu leisten. 

Darüber hinaus muss auch Vätern* ein gesetzlicher Vater*schutz eingeräumt werden, damit auch Väter* überhaupt erst die Möglichkeit bekommen über einen zweimonatigen „Urlaub“ hinaus, sich um das Kind zu kümmern und alltägliche Care-Arbeit zu übernehmen.

 

Vereinbarkeit gibt es so lange nicht, bis grundlegende strukturelle Probleme aus dem Weg geschafft werden: Hier sei auch der Gender Pay Gap genannt. Der Verdienstabstand zwischen Männern und Frauen, der vor allem in Westdeutschland bei ca. 21 % liegt (im Osten bei ca. 7%). Männern wird für denselben Job mehr bezahlt als Frauen. (Kunst, Unterhaltung und Erholung (31 %), freiberufliche, wissenschaftliche und technische Dienstleistungen (29 %), Banken und Versicherungen (28 %), Information und Kommunikation (24 %). Verarbeitendes Gewerbe, Handel; Instandhaltung und Reparatur von Kfz, wo traditionell Männer stärker vertreten sind als Frauen, 23 % .) (Quelle: https://www.destatis.de/DE/Themen/Arbeit/Arbeitsmarkt/Qualitaet-Arbeit/Dimension-1/gender-pay-gap.html)

Kinderkriegen darf einfach kein Risiko für die Frauen* und Mütter* darstellen und das ist es laut einer neuen Studie der Bertelsmann Stiftung immer noch. Die „Motherhood Lifetime Penalty“ veranschaulicht deutlich, wie Mütter* demnach sogar gegenüber kinderlosen Frauen* bis zu 2/3 ihres Lebenserwerbseinkommens einbüßen. Übersetzt heißt das, dass Mütter* nicht nur gegenüber Männern, sondern auch gegenüber kinderlosen Frauen in finanzieller Sicht doppelt benachteiligt werden. Diese Benachteiligung steigt sogar noch mit der Anzahl der Kinder an. (Quelle: https://www.bertelsmann-stiftung.de/de/unsere-projekte/beschaeftigung-im-wandel/projektnachrichten/kurzexpertise-frauen-auf-dem-deutschen-arbeitsmarkt). Und somit auch automatisch das höhere Risiko in Altersarmut zu fallen.

 

Darüber hinaus muss auch der Wert von Care-Arbeit neu definiert werden. Kinder sind nicht das lästige Anhängsel, das es weg zu organisieren gilt. Sie sind die nächste Generation, weshalb Care-Arbeit endlich auch als wertschöpfende Arbeit begriffen werden muss. Wir wollen für unsere Kinder, dass es zur Normalität wird, dass beide Elternteile verantwortlich sind und – je nach den Bedürfnissen und persönlichen Situationen – Vereinbarkeit oder diverse Familienmodelle zur wirklichen Wahl stehen und respektiert werden.

 

Zudem müssen auch wichtige Rahmenbedingungen geschaffen werden, die es Familien überhaupt erlauben berufstätig zu werden. Und das ist in erster Linie der Ausbau von (kostenlosen) Betreuungsangeboten für jegliche Altersstufen.

Dabei kann das Betreuungsangebot nur so gut sein, wie die Lukrativität des Berufes. Erzieherinnen und Erzieher müssen besser bezahlt werden. Nur so sind auch flexiblere Modelle der Betreuung möglich, die uns schlussendlich als Eltern zugutekommen. 

 

Wir würden es außerdem toll finden, wenn der Wiedereinstieg seitens der Unternehmen oder in Form von städtisch geförderten Coachings nach der Elternzeit professionell und standardmäßig begleitet werden würde. Das wachsende Angebot an Vereinbarkeits-Coaches zeigt, dass die Nachfrage da ist und Unterstützungsangebote notwendig sind, für beide Elternteile und auch die Arbeitgeber*innen. 

 

 

6.           Was ratet ihr Müttern, um den täglichen Spagat zwischen Kindern und Beruf besser zu meistern?

 

Wir können und möchten nicht schon wieder den Müttern* den Schuh zuschieben. Dieses To Do ist unserer Meinung nach falsch adressiert. Mütter* meistern bereits genug. Es ist eine gesellschaftliche Schieflage, auf die wir aufmerksam machen möchten. UNSERE erste Aufgabe ist für Frauen* und Männer* gleichermaßen, auf politischer, unternehmerischer und privater Ebene anzuerkennen, dass es dringenden Nachholbedarf in so vielen Punkten gibt. Sei es z. B. in der Anerkennung diverser Lebens- und Familienmodelle und Care-Arbeit oder in Sachen Gleichberechtigung in der Arbeitswelt. Kinder haben ist keine Privatsache, die im stillen Kämmerlein erledigt werden kann, sondern höchst politisch, das sollte endlich erkannt werden, denn nur so kann sich auch gesellschaftlich etwas ändern.

Der Vorabdruck des Interviews mit Tante Kante aus unserem Buch "Bis eine* weint!" im Elternmagazin

Interview auf dem Blog von Stadtlandmama

 

Gleichberechtigung

 Mehr Gleichberechtigung! „Wir finden, dass das Private auch politisch diskutiert werden muss“, sagen die Gründerinnen von Faces of Moms* 

Neue Szene Augsburg

Printausgabe
Ausgabe September 2020
https://www.neue-szene.de/



Das Stuttgartmagazin

Lift 

Printausgabe
Ausgabe Juli
www.lift-online.de

Online Presseartikel 

FACES OF MOMS

2. Juni 2020
Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf und der Wert von Care-Arbeit sind – auch unabhängig von Krisenzeiten – ein großes Thema, das viele gesellschaftliche Ungleichheiten aufwirft.
Die Coronakrise beamt die meisten Mütter schlussendlich in historische Strukturen zurück. Mütter verlängern die Elternzeit, müssen freinehmen, können ihr Business oder ihre Stelle nicht mehr antreten. Eltern wissen nicht, wie sie ihre 40-Stunden-Woche – oft im Homeoffice – mit Kinderbetreuung bzw. Homeschooling vereinbaren können. Ohne Hilfe von außen vervielfacht sich die Belastung in der Krise – insbesondere für Mütter. 


https://www.lieslotte.de/2020/06/faces-of-moms/

Lieslotte Familienmagazin

Printausgabe 
Ausgabe 64/2020
Juni/Juli

Online Presseartikel 

Ey, Mutter! 
Jetzt mal Butter bei die Fische.

10. Mai 2020

Wir reden Tacheles und zeigen euch heute am Muttertag unsere »Mamagesichter«. Denn wir sind nicht nur Gründerinnen und Mompreneurs, sondern auch drei Frauen, die euch auf drei gleiche Fragen drei unterschiedliche Antworten geben.

https://www.hallo-ludwigsburg.com/cityblog/faces-of-moms-zum-muttertag