Faces of Moms

Faces of Moms ist eine Plattform für Austausch und Solidarität und macht sichtbar, was unsere Gesellschaft für unsichtbar und selbstverständlich hält. Care-Arbeit und die Menschen dahinter. 


Die Kampagne geht den Fragen nach, welche Formen und wie sich strukturelle Ungleichheit auf Menschen auswirkt, die Care-Arbeit leisten. Der Fokus liegt dabei insbesondere auf Müttern, alleinerziehenden Müttern, pflegenden Müttern, BiPoc Müttern und marginalisierten Elternteilen. Es werden unterschiedliche Lebensrealitäten gezeigt, ohne zu bewerten oder zu verurteilen. 


Mit Faces of Moms soll für den Wert von Care-Arbeit sensibilisiert und auf strukturelle Ungleichheit gegenüber Müttern und betroffenen Elternteilen, aufmerksam gemacht werden.


Alle Bilder Copyright www.sandsackfotografie.de

Hello!

Der Wert von Care Arbeit ist – auch unabhängig von Krisenzeiten – ein großes Thema, das viele gesellschaftliche Ungleichheiten aufwirft.

Im Frühjahr 2020 beamt die Corona Krise einen Großteil der Mütter in historische Strukturen zurück. Mütter verlängern die Elternzeit, müssen freinehmen, können ihr Business oder ihre Stelle nicht mehr antreten. Eltern wissen nicht wie sie ihre 40h Woche mit Kinderbetreuung bzw. Homeschooling vereinbaren können. Ohne Hilfe von außen vervielfacht sich die Belastung in der Krise – insbesondere für Mütter und benachteiligte Elternteile. Das sind die Fakten.

Daraus entstand auch die Idee für unseren Projekt „Faces of Moms“. Wir möchten Müttern und Elternteilen, die von struktureller Ungleichheit betroffen sind, eine Plattform geben, sich zu äußern, um zu diskutieren, zu reflektieren und um der Gesellschaft zu zeigen, welchen Herausforderungen sie tagtäglich gegenüberstehen.

Auf unserem Instagram-Account stellen wir jeweils drei Fragen, um zu erfahren, welche die größten Herausfor­der­ungen sind und vor allem, was helfen würde, um die individuelle Situation zu verbessern. Wir möchten verschiedene Modelle und Wege des Mutter- und Elternseins sichtbar machen und damit auch zur Reflexion anregen, vor allem die eigenen Privilegien zu hinterfragen. 

Denn eines ist uns ganz wichtig: Strukturelle Ungleichheit immer im Rahmen von Intersektionalität zu betrachten (d. h. die Überkreuzung verschiedener Diskriminierungsebenen). Deshalb sind wir auch in einem ständigen Diskurs, wie wir auch als Kampagne inklusiver werden können, um auch Elternteile und/oder Care-Givers miteinzubeziehen, die sich nicht als "Mütter" sehen, jedoch auch im hohen Maße von struktureller Ungleichheit betroffen sind.

Mit unserem Buch „Bis eine* weint!“ gehen wir einen Schritt raus aus der Instagramwelt und möchten mit einer kleinen Auswahl an Müttern bzw. einem Elter noch mehr in die Tiefe gehen. Dabei haben wir 17 Mütter interviewt und Einblicke in ihre Biographie, in ihre eigene Erziehung, in ihre Lebens- und Sichtweisen, in das Leben vor und mit dem Muttersein sowie ihre Visionen von Familie gewinnen können.

Zudem versuchen wir über das Medium der Fotografie und diversen Community-Events sowie Vortrags- und Diskussionsreihen noch einen weiteren Schritt in die Gesellschaft zu gehen. Dabei geht es uns in erster Linie nicht darum, ein spezielles Wissen weiterzugeben, sondern vor allem um Dialog, Community und Erfahrungsaustausch. Weil das, was wir erreichen möchten, nur durch die Menschen selbst lebendig werden kann. Betroffenheit und Solidarität.

In unserem Podcast "Wie gehts dir wirklich?" sprechen wir mit Müttern und Elternteilen aus unserer Community. Wir sprechen über Ups&Downs, den Alltag und diskutieren zu Themen, wie Gleichberechtigung, strukturelle Ungleichheit und dem Wert von Care-Arbeit. 

„Die Formen menschlicher Verblendung haben ein und dieselbe Wurzel: die Unfähigkeit Unterschiedlichkeit als dynamische Kraft zu erkennen, die bereichernd und nicht bedrohend ist." 

Audre Lorde

Unsere Motivation

Austausch - Reflektion - Sichtbarkeit - Betroffenheit - Solidarität

Mit „Faces of Moms“ möchten wir einen Raum für Diskussion, Austausch, Reflexion und Solidarität schaffen. Wir wollen sehen und wissen, was die größten Hürden und Herausforderungen von Müttern und von struktureller Ungleichheit betroffenen Elternteilen sind. 
Und vor allem wie gesellschaftliche Strukturen das Leben dieser Menschen bestimmen und benachteiligen. 
Dabei stehen wir  für einen intersektionalen Blickwinkel ein, denn nicht jede Mutter/Elternteil  hat dieselben Chancen und steht unterschiedlichen, sich oft verschränkenden Diskriminierungs-formen gegenüber. 
Wir wollen sensibilisieren für die vorherrschende strukturelle Ungleichheit gegenüber Müttern und Elternteilen, für Care-Arbeit und Gleichberechtigung. Wir möchten, dass uns zugehört wird und die eigenen Privilegien reflektiert werden. 


Wir möchten uns als Gemeinschaft begreifen und damit auch für fehlende Unterstützung und gesellschaftliche Anerkennung und Wertschätzung von Care-Arbeit einstehen. 

"Eine Politik, die sich an Müttern ausrichtet, ist eine gute Politik für alle. Wenn wir bei allen politischen Entscheidungen eine Modellfamilie in den Fokus stellen würden, eine alleinerziehende Mutter von drei Kindern, und uns immer fragen: Wie müssten die Rahmenbedingungen aussehen, damit diese Familie ein gutes Leben führen kann? Dann könnten alle Menschen ein besseres Leben führen."

Mareice Kaiser

1. Was ist deine größte Herausforderung? Aktuell:

Als selbstständige Künstlerin und Kulturschaffende Corona zu überleben. Ansonsten: Leuten beizubringen, dass auch Kunst Geld kostet.

...

1. Größte Herausforderung: Alles unter einen Hut bringen... Ich bin gerne Mama. Aber ich bin auch so unglaublich gerne Philosophiestudentin, pädagogische Fachkraft, Autorin, Sängerin, Kollegin, Freundin, beste Freundin, Frau. Ich kann

und will mich nicht auf einen Bruchteil meiner Facetten festlegen.
...


Möchtest du auch ein Interview abgeben?

Falls du auch Interesse hast an unserem Projekt teilzunehmen, melde dich gerne entweder über unseren Instagram Account www.instagram.com/facesofmoms/ oder schreibe eine E-Mail an facesofmoms@gmail.com
Uns ist klar, dass sich nicht jeder Mensch öffentlich über Care Arbeit, Eltern- und Mutterschaft äußern kann ohne auch hierfür Diskriminierung zu erfahren, weshalb es auch möglich ist, Interviews anonym abzugeben.


Möchtest du unsere Ausstellung in deine Stadt holen oder uns als Speakerinnen buchen?


Bist du ein Unternehmen oder eine soziale Einrichtung und hast Lust eine Ausstellung und/oder Podiumsdiskussion mit uns in deiner Stadt zu machen, dann wende dich gerne per Mail an uns!
Wir haben verschiedene Ideen, wie wir unser Konzept in deine Stadt bringen.
Wir kommen auch als Speakerinnen zu deinem Event.

Wir freuen uns darauf! 

FOM - Das Buch

 

Bis eine* weint! - Ehrliche Interviews mit Müttern* zu Gleichberechtigung, 
Care-Arbeit und Rollenbildern

Dieses Buch ist kein Rosa-Happy-Mama-Buch. Dieses Buch ist ein ehrliches Manifest. Ein Manifest für die Vielfalt im Leben von Müttern und Eltern. Ein Manifest für die Liebe zwischen Eltern und Kindern. Ein Manifest für ehrliche Gespräche über die ganze Fülle des Mutter- und Elternseins.
 Dieses Buch zeigt 17 verschiedene Mütter/Elternteil, die ihren Weg gehen und uns mitnehmen in ihren Alltag, uns inspirieren und anregen, den Status Quo zu hinterfragen, die Forderungen stellen und ehrlich über ihren täglichen Struggle reden. Und das erfordert eine Menge Mut. 
Egal, ob Muslima, queer, Mom of Color, Hauptverdienerin, DJane, Hebamme oder Vollzeit-Mutte - sie alle haben etwas zu sagen und sie alle wollen wir hören!


Ab sofort erhältlich bei Palomaa Publishing!

Hast Du Fragen zu den Bildern, Interesse an einer Familiendokumentation oder möchtest du mich gerne als deine Fotografin buchen, dann sende mir am Besten eine E-Mail an info@sandsackfotografie.de.



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