Interviews mit Müttern

Wir möchten Müttern eine Plattform geben, um sich zu äußern, um zu diskutieren, zu reflektieren und um der Gesellschaft zu zeigen, welchen Herausforderungen sie tagtäglich gegenüberstehen. Gemeinsam möchten wir den Versuch starten das gesellschaftliche Mutterbild mit all seinen Erwartungen in Frage zu stellen. Wir sensibilisieren für den Wert von Care-Arbeit und versuchen strukturelle Ungleichheiten, denen besonders Mütter gegenüberstehen, sichtbar zu machen. 

Hello!

Der Wert von Care Arbeit ist – auch unabhängig von Krisenzeiten – ein großes Thema, das viele gesellschaftliche Ungleichheiten aufwirft.

Im Frühjahr 2020 beamt die Corona Krise einen Großteil der Mütter in historische Strukturen zurück. Mütter verlängern die Elternzeit, müssen freinehmen, können ihr Business oder ihre Stelle nicht mehr antreten. Eltern wissen nicht wie sie ihre 40h Woche – oft im Homeoffice – mit Kinderbetreuung bzw. Homeschooling vereinbaren können. Ohne Hilfe von außen vervielfacht sich die Belastung in der Krise – insbesondere für Mütter. Das sind die Fakten.

Daraus entstand auch die Idee für unseren Projekt „Faces of Moms“. Wir möchten Müttern eine Plattform geben, um sich zu äußern, um zu diskutieren, zu reflektieren und um der Gesellschaft zu zeigen, welchen Herausforderungen sie tagtäglich gegenüberstehen.
Auf unserem Instagram-Account stellen wir ihnen jeweils drei Fragen, um zu erfahren, welche ihre größten Herausfor­der­ungen sind und vor allem, was ihnen helfen würde, um ihre Situation zu verbessern.

Wir möchten verschiedene Modelle und Wege des Mutterseins sichtbar machen und damit auch dazu anregen die eigenen Privilegien zu hinterfragen. Denn eines ist uns ganz wichtig: Strukturelle Ungleichheit immer im Rahmen von Intersektionalität zu betrachten (d. h. die Überkreuzung verschiedener Diskriminierungsebenen).

Mit unserem Buch „Bis eine* weint!“ gehen wir noch einen Schritt weiter und möchten mit einer kleinen Auswahl an Müttern noch mehr in die Tiefe gehen. Dabei haben wir 17 Mütter interviewt und Einblicke in ihre Biographie, in ihre eigene Erziehung, in ihre Lebens- und Sichtweisen, in das Leben vor und mit dem Muttersein sowie ihre Visionen von Familie gewinnen können.

In unserem Podcast "Wie gehts dir wirklich?" sprechen wir mit Müttern aus unserer Community. Wir sprechen über Ups&Downs, den Alltag und diskutieren zu Themen, wie Gleichberechtigung, strukturelle Ungleichheit und den Wert von Care-Arbeit. 

„Die Formen menschlicher Verblendung haben ein und dieselbe Wurzel: die Unfähigkeit Unterschiedlichkeit als dynamische Kraft zu erkennen, die bereichernd und nicht bedrohend ist." 

Audre Lorde

Unsere Motivation

Austausch - Reflektion - Sichtbarkeit

Mit „Faces of Moms“ schaffen wir einen Raum für Diskussion, Austausch und Reflexion. Wir wollen sehen und wissen, was die größten Hürden und Herausforderungen von Müttern sind. Und vor allem wie gesellschaftliche Strukturen das Muttersein bestimmen und benachteiligen. 
Dabei stehen für einen diversen und intersektionalen Blickwinkel ein, denn nicht jede Mutter hat dieselben Chancen und steht unterschiedlichen Diskriminierungsformen gegenüber. 
Wir wollen sensibilisieren für die vorherrschende strukturelle Ungleichheit gegenüber Müttern, für Care-Arbeit und Gleichberechtigung. Solange der Status Quo nicht anerkannt wird, wird es auch keine Änderung geben.

Wir möchten uns als Gemeinschaft begreifen und damit auch für fehlende Unterstützung und gesellschaftliche Anerkennung von Care-Arbeit einstehen. 

"Eine Politik, die sich an Müttern ausrichtet, ist eine gute Politik für alle. Wenn wir bei allen politischen Entscheidungen eine Modellfamilie in den Fokus stellen würden, eine alleinerziehende Mutter von drei Kindern, und uns immer fragen: Wie müssten die Rahmenbedingungen aussehen, damit diese Familie ein gutes Leben führen kann? Dann könnten alle Menschen ein besseres Leben führen."

Mareice Kaiser

1.Was ist deine größte Herausforderung? Alles unter einen Hut zu bekommen. Positiv zu bleiben. Motiviert zu bleiben. Eine gute Mutter zu sein und gleichzeitig alles im Job zu geben - gerade jetzt zur Zeit von Corona ist es als alleinerziehende Selbstständige im ungewolltem Homeoffice, mit Homeschooling, nicht in mein Studio morgens fahren können, wieder sichtbar geworden: nichts davon geht einfach so nebenher mit links und erfordert dementsprechende Zeit, Leistung und Aufmerksamkeit. Keinem wird man im Moment zufriedenstellend gerecht.
...

1. Größte Herausforderung: Alles unter einen Hut bringen... Ich bin gerne Mama. Aber ich bin auch so unglaublich gerne Philosophiestudentin, pädagogische Fachkraft, Autorin, Sängerin, Kollegin, Freundin, beste Freundin, Frau. Ich kann

und will mich nicht auf einen Bruchteil meiner Facetten festlegen.
...

SPEAK UP!

Bist du bereit für ein Interview?
Falls du auch Interesse hast an unserem Projekt teilzunehmen, melde dich gerne entweder über unseren Instagram Account www.instagram.com/facesofmoms/ oder schreibt gerne eine E-Mail an hello@facesofmoms.de.
Hast du eigene Projekte, die du uns vorstellen möchtest oder kennst du eine Mom oder Unternehmer:in, auf die du uns aufmerksam machen willst? 

Wir freuen uns auf neue Gesichter und rege Diskussionen! 

FOM - Das Buch

 

Bis eine* weint! - Ehrliche Interviews mit Müttern* zu Gleichberechtigung, 
Care-Arbeit und Rollenbildern

Dieses Buch ist kein Rosa-Happy-Mama-Buch. Dieses Buch ist ein ehrliches Manifest. Ein Manifest für die Vielfalt im Leben von Müttern*. Ein Manifest für die Liebe zwischen Eltern und Kindern. Ein Manifest für ehrliche Gespräche über die ganze Fülle des Mutter*seins. #momrealness
 Dieses Buch zeigt 17 verschiedene Mütter*, die ihren eigenen Weg gehen und uns mitnehmen in ihren verrückten und doch völlig normalen Alltag, uns inspirieren und anregen, den Status Quo zu hinterfragen, die Forderungen stellen und ihren täglichen Struggle nicht verstecken. Egal, ob Muslima*, queer, Mom* of Color, Hauptverdienerin*, DJane*, Hebamme* oder Vollzeit-Mutter* - sie alle haben etwas zu sagen und sie alle wollen wir hören!


Ab sofort erhältlich bei Palomaa Publishing!

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