Die Interviews

1. Meine größte Herausforderung ist ruhig zu bleiben, die Kids und meinen Mann nicht anzuschreien und zu scharf zu reagieren.
2. Mein größter Abfuck ist aktuell, dass ich das Modell 100% Hausfrau und Mutter leben muss, gegen das ich mich seit der Geburt meines ersten Kindes gewehrt habe (ich habe nach beiden Kids nach einem Jahr wieder in Teilzeit zu arbeiten begonnen).
3. Was würde mir helfen? Mir hilft es gerade fest vereinbarte Zeitfenster von ca. 1h am Tag z.B. für Online Media Coachings zu nutzen.

1. Meine größte Herausforderung ist eine angemessene Bezahlung für meine Arbeit in Verbindung mit genügend Zeit für meine Kinder.
2. Mein größter Abfuck ist der Zeitdruck, meine Arbeitsbedingungen als Hebamme und die Anforderungen der Schule an uns Eltern in Zeiten der Krise.
3. Was würde mir helfen? Mich regelmäßig mit Freundinenn treffen.

1. Meine größte Herausforderung ist beiden Kindern momentan in ihrer jeweiligen Entwicklungsstufe gerecht zu werden und parallel Arbeit und Haushalt nach drei Bandscheiben-Ops zu wuppen.

2. Mein persönlicher Abfuck ist, dass bei mir als Mutter alles als selbstverständlich angesehen wird und wenn mein Mann mal dieselbe Leistung bringt, bekommt er von allen Seiten Applaus geklatscht und es wird betont, was er doch für ein guter Vater ist.

3. Was mir helfen würde, ist momentan wieder mehr „me-time“; generell mehr Offenheit der Arbeitgeber gegenüber hoch motivierten Müttern als Arbeitnehmer.

1. Größte Herausforderung:

Einen Teilzeitjob zu finden, der mich herausfordert und meinen Qualifikationen entspricht.


2. Größter Abfuck: Familie, Arbeit, Haushalt und persönliche Auszeiten unter einen Hut zu bringen und dass ohne schlechtes Gewissen.


3. Was würde dir helfen?

Wirkliche Akzeptanz von Unternehmen, flexible Arbeitszeitmodelle, wie Jobsharing,... gleichberechtigte Bezahlung von Männern und Frauen, die Möglichkeit als Frau Familie und Beruf vereinbaren zu können, ohne sich zerreißen zu müssen. 

1. Meine größte Herausforderung ist meine eigene schlechte Laune und meine kurze Zündschnur.... das ärgert mich, vor allem weil die Kinder eigentlich gut mitmachen und zumindest vormittags in die Notbetreuung dürfen, wenn ich arbeite...


2. Mein größter Abfuck: ich bin ziemlich exponiert und habe viel Patientenkontakt, oft ist die Schutzkleidung nicht optimal: ständig habe ich also die Sorge das Virus zu verteilen (an meine Kinder, meinen Mann, die Erzieherinnen in der Notbetreuung) ohne es zu merken oder, dass ich oder mein Mann wirklich schwer erkranken...


3. Mir würde helfen, wenn die Spielplätze wieder zugänglich wären und Menschen trotz Angst und Sorge freundlicher und rücksichtsvoller miteinander umgehen würden.

Und eine Erweiterung der Notbetreuung: Wo sollen denn die kleinen Kinder hin, wenn jetzt die Ausgangsbedchränkungen gelockert werden und die Leute wieder mehr arbeiten können und sollen...

1. Meine größte Herausforderung ist Geduld aufbringen, Zeit aufbringen und Konzentration aufbringen. Dass ich mich auf etwas konzentrieren kann, länger als zwei Minuten am Stück. 

2. Mein größter Abfuck ist, dass ich mich nicht länger als zwei Minuten konzentrieren darf, weil immer jemand an meiner Seite steht und irgendetwas total Wichtiges von mir will. Wenn ich mich mit einem Kind beschäftige, dann kommt ein anderes Kind, wenn ich arbeite kommt ein Kind, wenn ich mich mit den Kindern beschäftige, kommt was von der Arbeit. Ich kann nichts nacheinander machen. 


3. Mir würde es unglaublich helfen, wenn die Spielplätze wieder aufmachen würden, damit die Kinder einfach mal ein bisschen ausgespielt sind, ausgeglichener und zufriedener. Mir würde es aber auch helfen, wenn sie allein nur zwei Stunden am Tag im Kindergarten oder in der Schule wären, dass man einfach mal konzentriert arbeiten könnte.

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1. Was ist deine größte Herausforderung?

Allen und allem gerecht zu werden. Meinen Kindern, meinem Mann, mir selbst, meinen Schülern ....


2. Was ist dein größter Abfuck?

.... dass die Corona-Krise gerade humanitäre Katastrophen vor den Toren Europas aus den Blickwinkel drängt, ... die Bildungspolitik,ich liebe meinen beruf aber nicht das system .... zu akzeptieren dass man manchmal einfach nicht alles unter einen Hut bekommt, ... dass man so viel verändern müsste, nur weiß ich nicht wann, .... dass alle von Emanzipation reden und sie dann doch nicht leben, ... dass sich kaum einer vorstellen kann, wie ein Großfamilien-beide-arbeiten-Alltag aussieht ... und schon gar nicht ein Corona-Großfamilien-beide-arbeiten-Alltag ...


3. Was würde dir helfen?

... wenn ich meinen Perfektionismus loswerden könnte

1. Meine größte Herausforderung: Generell ist das wohl mein Anspruch an mich selbst. Ich will allen und allem gerecht werden, alles "gut" hinbekommen, sei es der Haushalt, gutes Essen, meine Ehe, meine Kinder in ihrer Unterschiedlichkeit oder mein Job. Darüber mich selbst nicht zu vergessen, Dinge einfach gut sein zu lassen, auch mal "nein" zu sagen. 

Aktuell ist die größte Herausforderung 24/7 zu funktionieren ohne Pause und vor allem ohne ein Ende in Sicht.


2. Mein Corona-Abfuck ist, meine Familie und Freunde nicht treffen zu können. Irgendjemand kommt normalerweise immer auf einen kurzen Besuch vorbei. Das fehlt mir sehr. Der Austausch, das ins Gesicht sehen, das merken, wie es dem Gegenüber geht. Vor allem auch die kleinen und großen

Hilfen im Alltag von den Omas. Die sind so wichtig. Momentan gibt es keinerlei Unterstützung und somit keine Pause. Abends, wenn drei schlafen, dann fängt der Kleinste an wegen der Zähne zu weinen. Das raubt alle Kraft. Und dann ist da noch diese Unsicherheit. Was passiert mit uns, mit Deutschland, mit der Welt. Wie gehen wir durch diese Krise, wie wir das danach sein?


3. Was würde mir helfen: Generell fände ich es schön, wenn es weniger Egoismus gäbe. Wenn jeder ein bisschen mit anpackt, ein bisschen freundlicher ist, nicht so viel an anderen herumkritisiert sondern jeden so annimmt, wie er ist und nicht verurteilt. Aktuell würde mit helfen, wenn wir die Großeltern wieder sehen dürften oder der Kindergarten bzw. die Schule wieder öffnen würden. Das würde mich extrem entlasten, da nicht Spielen, Tragen und Zuhause-Schule 

parallel zu stemmen wären.

1. Meine größte Herausforderung ist eine Work-Life-Balance zu finden und allen Erwartungen - beruflich und privat - gerecht zu werden. Das war immer schon eine hohe Doppelbelastung.


2. Was ist dein größter Abfuck?
Sätze wie „ aber du bist doch eine Mutter, das ist von der Natur her so gegeben“ kotzen mich an, diese krassen Rollenzuweisungen kann ich nicht ab. Ich liebe meine Kinder aber das bedeutet nicht, dass ich nicht auch eigene Ideen und Ziele verfolgen darf, ohne dafür gleich verurteilt zu werden.

3. Was würde dir helfen? Ein verdammtes Dorf. Menschen, die Verantwortung übernehmen, ohne dass man ständig dankbar dafür sein muss .
Kein schlechtes Gewissen mehr zu haben und mehr Verständnis von meinem Umfeld, dass die Liebe zur Freiheit und Selbstverwirklichung nicht damit einhergeht, dass man seine Kinder nicht liebt.
Mir würde es helfen, dass auch Väter gesetzlich Vaterschutz bekommen, weil es dann keine Ausreden mehr gibt. Ein Teilzeitmodell für beide Eltern bei gleichbleibendem Gehalt und keine Renteneinbußen. Die Abschaffung des klassischen Ehemodells und der finanziellen Abhängigkeit der Frau.
Das Private ist auch Politisch.

1. Meine größte Herausforderung ist ein gesundes Gleichgewicht zu finden um genug Zeit für meinen Sohn zu haben und auf der anderen Seite als Hauptverdiener der Familie für finanzielle Sicherheit zu sorgen.

2. Mein größter Abfuck ist das man heutzutage als junge Mama noch gegen so viele Vorurteile kämpfen muss. ES GIBT KEIN RICHTIGES ALTER FÜRS MAMA WERDEN.

3. Was würde mir helfen?
Wir leben das Konzept das ich als Mama nach 1 Jahr Elternzeit arbeiten gehen kann und der Papa zuhause den Alltag managed. Die skeptischen Blicke die wir dafür bekommen könnte man sich in der Heutigen Zeit irgendwie sparen.

1. Meine größte Herausforderung: Mir selbst treu bleiben, immer! Auch wenn meine Meinung mal gegen den Strom, "uncool" , anstrengend oder unpopulär ist.

2. Mein größter Abfuck: Dass es immer noch so wenige Schubladen gibt in die jeder Mensch und jede Beziehung passen soll. Es wäre schön, wenn mal wirklich mehr Freiheit im Denken angesagt wäre.

3. Was mir helfen würde: Für mich persönlich ein besseres Zeitmanagement, feste Zeiten, in denen ich wirklich arbeiten kann. Das ist gerade mit Baby zu Hause sehr schwierig.

1. Meine größte Herausforderung ist, nicht zu hohe Erwartungen zu haben an mich, an meine Kindern und an meinen Partner.

2. Mein größter Abfuck ist, dass ich zu hohe Erwartungen habe und gerade in einer so intensiven Familienphase werden mir meine eigenen Schwächen im Gegenüber, egal ob das die Kinder oder mein Partner sind, so voll bewusst .... und ich werde 
ungerecht, laut und unfair was ich eigentlich nie sein wollte !!!!

3. Was würde mir helfen? Mehr Gelassenheit und das Vertrauen, dass alles irgendwann gut wird.

1. Meine größte Herausforderung ist es jeden Tag in 24 Stunden das zu schaffen was ich mir vorgenommen habe. An mich selbst habe ich die größten Erwartungen eine gute Chefin zu sein, aber auch eine gute Mama, was nicht immer so leicht ist. Oft denkt man, dass man beides nicht ausreichend gut macht, was aber glaube ich gar nicht stimmt.

2. Mein größter Abfuck: Auch wenn Corona mich vor eine große Herausforderung als Arbeitgeberin stellt, hat mir diese Krise ein großes Geschenk gemacht. Nämlich viel Zeit mit meiner Tochter, die ich ohne Corona niemals gehabt hätte. Ein wirklich tolles und unheimlich kostbares Geschenk.

3. Helfen würde mir mehr Akzeptanz der Umwelt für selbstständige Mütter. Auch wenn ich nicht 24/7 mit meinem Kind verbringe, liebe ich es nicht weniger. Ganz im Gegenteil- ich glaube sogar, dass ich weniger genervt bin als andere Mütter. Einfach deswegen, weil man die gemeinsame Zeit mehr genießen kann...

1. Meine größte Herausforderung ist Geduld und Energie aufbringen. Das Gefühl zu haben, neben den alltäglichen Dingen alles auffangen zu müssen, was für die Kinder im Moment wegfällt wie z.B. Kindergarten, die Großeltern sehen etc.

2. Mein größter Abfuck ist das Gefühl zu haben, keine eigenständige Person mehr zu sein inkl. dem damit verbundenen schlechten Gewissen. Das Gefühl zu haben, ob es denn 
genug ist, "nur" daheim bei den Kindern zu sein.

3. Für meine Kinder: würde mir helfen wieder ein paar andere soziale Kontakte, vor allem zu anderen Kindern.
Für mich: Kleine Pausen und ein bisschen Zeit für mich. Anerkennung und Wertschätzung auch für die Mütter, die drei Jahre bei ihren Kindern bleiben und sie betreuen. Kein schlechtes Gewissen zu haben, egal für welches Modell man sich als Frau entscheidet...ob man schnell wieder arbeiten gehen möchte oder eben nicht.

1. Meine größte Herausforderung: Nicht mehr frei über meine Zeit zu 
bestimmen. Ich war immer ein sehr freier Mensch. Konnte immer alles so machen wie ich es wollte. Mir war es durchaus bewusst, nicht mehr die Zeit mit Kind zu haben, wie ich es damals hatte, aber das es so kommt, darauf war ich nicht vorbereitet.

2. Mein größter Abfuck: Schlafmangel, ganz klar! Ich wünsche mir nichts sehnlicheres als in Ruhe und Durchschlafen zu können. .

3. Helfen würde mir ein eigenes Schlafzimmer. Und gleichzeitig 
praktizieren wir „Familienbett“. Was für unsere Tochter auch extrem wichtig ist. Dennoch, wann immer ich mal die Möglichkeit habe, wandere ich auf die Couch.

 1. Was ist deine größte Herausforderung? Nicht zu viel auf einmal zu wollen und meine Grenzen rechtzeitig zu erkennen. Im Moment übersteigen meine Ansprüche oft meine Kapazitäten und ich verliere den Blick für das, was ich mir eigentlich wichtig ist.

2. Was ist dein größter Abfuck? Es nicht geschafft zu haben, als Paar und als Eltern das Modell der Kleinfamilie zu leben ist immer noch ein Tabuthema das Druck aufbaut und belastet. Ohne diese Prägung würde ich vieles positiver sehen.

3. Was würde dir helfen? Langfristig: Veränderungen auf gesellschaftlicher und politischer Ebene, die getrennt lebende Eltern besser darin unterstützen gleichberechtigt für ihr Kind zu sorgen. Neben Alleinerziehend und glücklich verheiratet gibt es viele Alternativen, die genauso Realität sind und auch als solche behandelt werden sollten.
Akut: Zeit für mich ohne Kind und Arbeit, um wieder festen Boden unter den Füßen zu gewinnen. 

1. Was ist deine größte Herausforderung? Meine größte Herausforderung ist es all meine Aufgaben gelassen, aber zugleich auch gut organisiert im Alltag mit vier Kindern zusammen mit meinem Mann geregelt zu bekommen. Wir arbeiten daran schon länger (bereits vor Corona), aber es ist dennoch immer wieder aufs Neue eine Herausforderung.

2. Was ist dein größter Abfuck? Diese Krise führt unserer Gesellschaft gerade täglich mehr als deutlich vor Augen mit welch tiefen strukturellen Problemen wir noch immer zu kämpfen haben. Zum Beispiel kann ich im direkten Umfeld beobachten wie reihenweise Familien zurück in klassische Rollenbilder fallen und das leider nicht immer freiwillig. Außerdem wird deutlich, dass Familien und Kinder keine große Lobby haben und ihre Interessen deswegen leicht 
übergangen werden.

3. Was würde dir helfen? Es sollte dringend über alternative Arbeitsmodelle für Eltern nachgedacht werden. Nicht das „so-tun-als-ob-man-keine-Kinder-hätte“ sollte das oberste Ziel bei der beruflichen Verwirklichung von Eltern sein, sondern familienorientierte Lösungen, die längst überfällig sind.

1. Die größte Herausforderung ist momentan für mich, den Augenblick zu genießen, obwohl sich so viele Zukunftsszenarien in meinem Kopf abspielen. So eine verrückte Zeit! Bei uns sind die Rollen nun krass konservativ verteilt. Ungewollt, allerdings muss ich aufpassen, dass die Rollen für uns nicht zur Gewohnheit werden. Als Veranstalterin verdiene ich gerade gar kein Geld und trotzdem habe ich eine scheinbar nicht mehr endende To Do Liste vor mir. Neben Hausarbeit und Kinderbetreuung ist es eine knackige Herausforderung meine Arbeit weiterzuentwickeln und neue Konzepte umzusetzen.

2. Mein größter Abfuck ist… -die Ungewissheit, wo es hingeht, wie es weitergeht. - dass wir uns von einander distanzieren (müssen) und uns schlimmsten Falls daran gewöhnen. Auf einmal ist mir die Verantwortung gegenüber meiner Tochter so bewusst wie selten zuvor. Außerdem nervt es mich, dass wir nur noch digital unterwegs sind. Ja ich bin 
sehr froh und dankbar, dass es die Alternative überhaupt gibt und trotzdem bin ich ein absoluter Fan des realen Lebens!

3. Mir würde helfen einen offiziellen Feierabend und mehr Eigenzeit zu haben.

1. Meine größte Herausforderung war und ist es um Hilfe zu bitten. Es einzusehen, dass man nicht alles alleine schafft und es mich zu keiner schlechten Mom macht wenn ich eine Auszeit für mich brauche, am Ende profitieren wir alle davon. 
Und mein Mann ist eine Herausforderung -> das sind seine Worte :)

2. Mein größter Abfuck ist mein Talent mich in Kleinigkeiten reinzusteigern und die Illusion alles allein machen zu können. 
Und mein Mann -> auch das sind seine Worte ;)

3. Nicht nur mir sondern allen Moms würde mehr Anerkennung für das täglich geleistete helfen. Es wird viel zu oft für selbstverständlich gehalten was wir jeden Tag leisten, es ist ein 24h Job und verlangt einem alles ab. Und schlaf....ganz viel schlaf, einfach mal wieder 12h am Stück zu schlafen! 
Und mein Mann, er hilft wo er kann -> das sind meine Worte ♡

1.Meine größte Herausforderung ist, dass ich den unterschiedlichen Bedürfnissen meiner drei kleinen Kinder, meines Partners, der Arbeit und dem ehrenamtlichen Vorstands-Engagement im Kindergarten gerecht werden will. Oftmals ist es schwierig, das alles zusammen unter einen Hut zu bringen und dann auch noch ein sauberes und ordentliches Haus vorzufinden. Aber dennoch möchte ich mit niemanden tauschen, denn ich liebe meinen Job als Mutter und Hausfrau sehr gepaart mit den Aufgaben aus Arbeit und Engagement. Mein Perfektionismus steht mir oftmals im Weg. Das Leben wäre sicherlich einfacher, wenn ich des Öfteren einfach mal mehr chillen würde.


2. Mein größter Abfuck: Mental load – Mein Kopf zerbricht an den viele Dingen, an die ich denken muss und will. Natürlich habe ich selber viele Ideen, die ich zusätzlich zum normalen Familienleben umsetzen will. Auch wenn mein Mann super ist und es für mich keinen Besseren gibt, wünsche ich mir, dass wir uns die mentale Last etwas mehr aufteilen und nicht nur ich an bevorstehende U-Untersuchungen, Zahnarztkontrollen, Geburtstage, Kindergarten-Feste, usw. denken muss. Auch habe ich oft das Gefühl, dass in den Familien die Care-Arbeit nicht gerecht aufgeteilt ist, also wenn ich z.B. 12h arbeite, wünsche ich mir, dass auch mein Partner mir diesen Anteil im Haushalt abnimmt. Übrigens, die mentale Last wurde in der Corona-Ausgangsbeschränkung minimiert. Das zeigt mir, dass wir uns diesen Stress oftmals auch selber machen. Auch hier gilt wieder: Einfach mal öfter chillen!


3.  Was mir helfen würde: Mehr Akzeptanz unter den Müttern und in der Gesellschaft, egal welchen Weg man als Mutter einschlägt. Ich hab den Weg eingeschlagen, so viel wie möglich zuhause zu bleiben. Das wird oft von der arbeitenden Welt nicht verstanden, genauso wie viele nicht verstehen, warum eine Mutter so früh wie möglich wieder arbeiten gehen will. Das wird jetzt auch während Corona wieder ganz deutlich und die Hass-Kommentare in den sozialen Netzwerken immer mehr. Lasst uns doch gegenseitig unterstützen, anstatt aufeinander los zu gehen. Nur gemeinsam sind wir stark und können Dinge verändern.  Für mich persönlich: Einfach mal wieder Zeit, ein Buch zu lesen!

1.Was ist deine größte Herausforderung? Alles unter einen Hut zu bekommen. Positiv zu bleiben. Motiviert zu bleiben. Eine gute Mutter zu sein und gleichzeitig alles im Job zu geben - gerade jetzt zur Zeit von Corona ist es als alleinerziehende Selbstständige im ungewolltem Homeoffice, mit Homeschooling, nicht in mein Studio morgens fahren können, wieder sichtbar geworden: nichts davon geht einfach so nebenher mit links und erfordert dementsprechende Zeit, Leistung und Aufmerksamkeit. Keinem wird man im Moment zufriedenstellend gerecht. 


2. Mein größter Abfuck: Ich liebe mein Leben, meine Kinder, das Muttersein und ja, ich liebe meine Arbeit. Ich würde wohl alles wieder genau so machen. Wie kann es aber sein, dass ich am Ende gerade als Frau finanziell und wertschätzend 

untergraben werde? Warum bestraft unser Rentensystem gerade diejenigen, die die späteren Rentenzahler großziehen? Zudem kommt auch noch das völlig veraltete Ehegattensplitting, welches das verstaubte Bild von Familie unterstützt. Moderne Familien aber so schon lange aber nicht mehr existent sind! 1958 ist nicht mehr! Rentenfalle für uns Frauen? NEIN, NICHT FAIR! Frauen, kümmert euch um eure Finanzen. 


3. Was würde mir helfen: Gleichberechtigung in Bezahlung und Wertschätzung für die Leistung, die Eltern und Familien erbringen, insbesondere Frauen, da sie immer noch benachteiligt werden in 2020! Unabhängig davon, für welches Modell sich eine Familie entscheidet. Mir würde helfen, finanziell besser abgesichert zu sein, egal ob ich mich als Frau für oder gegen Kinder entscheide. Ein Mann darf und sollte in diesem Zeitalter keine Altersvorsorge mehr für Frauen

darstellen. Kinder braucht das Land, denn sie sind unser aller Zukunft. Aber einfach so plumpsen sie nun leider auch nicht vom Himmel und auch nicht als fertige Achtzehnjährige. Familien, egal wie sich diese zusammensetzen, müssen ihren Ansprüchen entsprechend wahr- und ernstgenommen werden.

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